Twitter: Gefahr oder Chance?

Obwohl picasa und das Gesichtserkennungsfeature via Google einladen würden, so widme ich meinen zweiten Post doch Stephen Fry. Er ist mitunter der Hauptgrund eines lauten Aufschreis unter den Zwitscherern Englands, denn: er will aufhören. Zentrale Problematik dabei ist laut guardian.co.uk: “As a user who criticised Stephen Fry discovered, Twitter can now turn anyone into a news story.” Dabei stellt das Medium offen die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, dem Vogelwalde den Rücken zuzuwenden.

Ausgangspunkt der “Affäre” war ein User, der dem Schauspieler vorwarf “boring” zu sein. Dass die Ankündigung, dass twittern aufzugeben, derartige Wellen schlagen würde, damit rechnete wohl keiner der Beteiligten. Das mediale Interesse an Twitter und Englands Schäfchen (bzw. Vögelchen) war dann jedoch gewaltig. Die Frage, die bleibt, ist “Bleibe ich?”.

Vor allem die erste Reaktion Fry’s auf den Vorwurf langweilig zu sein sorgte für Verwunderung: Er kritisierte die Aggression und Unfreundlichkeit im Mikro-Blogging-System. Hintergrund kann sein, dass der Offender wohl vom Following gebannt wurde und trotzig reagierte, oder aber auch – und das erscheint wahrscheinlicher -, dass Stephen Fry auf Grund seiner zunehmenden Kritik wohl des Öfteren ins Kreuzfeuer kommen mag.

Aber nicht nur Stephen Fry löste öffentliche Kritik am Twitter-System aus. Weiteres Beispiel: Scott Pack nützte seine hochkarätige Freundesliste zum Ankurbeln des Verkaufs eines Buches. Sehr erfolgreich, wie man gegenwärtig behaupten kann. Bei amazon schaffte er damit den Sprung von Verkaufsrang 20.000 auf 14 – bereits vor Veröffentlichung des Buches.

Noch schlimmer erging es Jan Moir, die einen Artikel über den Tod des Boyzone-Sängers Stephen Gately verfasste: Der war derart kontrovers, dass die Twitter-Society ausgehend von Scott Pack Jan Moir via Hashtagging getrendet haben. Nun tritt vor allem eine Frage in den Vordergrund: Ist Twitter die große Gefahr für Meinungsfreiheit und Demokratie oder ist es die große Chance? Eine Frage, die wohl unbeantwortet bleiben wird, denn Twitter bietet ein Service, dass erst durch die Nutzung und die missbräuchliche Utilisierung definiert werden kann.

Um den Kreis zu schließen: Mittendrin in der Jan-Moir-Affäre war Stephen Fry. Wer ist denn da aggressiv?

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